Souveräne KI · Gebaut für Europa

Das Warum
bleibt.

Souveräne KI-Agenten für Organisationen, die ihr Wissen behalten wollen — und darauf aufbauen. Europa-zentrisch, dezentral, betrieben dort, wo Sie es bestimmen.

Wofür Alveraign gebaut ist

Drei Anwendungsfälle, ein Prinzip.

Wissen halten

Wissen bleibt, wenn Menschen gehen

Wenn erfahrene Beschäftigte in den Ruhestand wechseln oder ein Betrieb übergeben wird, verschwindet Wissen, das nirgends aufgeschrieben steht. Alveraign hält es fest — nicht als Dokumentensammlung, sondern als befragbare Rolle, die aus der Perspektive dieser Funktion antwortet.

Vorgänge

Vorgänge mit vielen Beteiligten

Kundenorganisationen, Partner, Lieferanten und Verträge lassen sich als handelnde Rollen abbilden. Damit werden Fragen möglich, die eine Dokumentensuche nicht beantwortet: Wie wird dieser Partner voraussichtlich auf diesen Vorschlag reagieren?

Sachbearbeitung

Fach- und Sachbearbeitung mit Aktenkontext

Recherche, Vorbereitung von Schriftstücken, Prüfung gegen eigene Regeln — mit dem Unterschied, dass die Akten das Haus nicht verlassen.

Es sind nicht drei Produkte, sondern ein Fundament mit drei Zugängen. Dieselbe Plattform, dieselben Agenten, dasselbe Gedächtnis — wer mit einem Fall anfängt, hat die anderen schon im Haus.

Allen drei Fällen gemeinsam: Sie bestimmen, wo es läuft. Im eigenen Haus, im eigenen Rechenzentrum oder in einer privaten Cloud unter Ihrer Kontrolle — die Entscheidung gehört zur Anwendung dazu.

Es gibt inzwischen Anbieter, die genau diesen einen Fall als fertiges Produkt verkaufen: Interviews mit Ausscheidenden, daraus ein durchsuchbarer Wissensspeicher. Das ist ordentliche Arbeit, und für manche Häuser ist es genau das Richtige. Der Unterschied liegt darin, was danach passiert. Dort endet das Projekt mit einer Anwendung, die dieses Wissen hält. Bei uns ist es der erste Anwendungsfall auf einem Fundament, das bleibt — dasselbe Wissen steht anschließend jedem weiteren Ablauf zur Verfügung, ohne es noch einmal zu erheben.

Wenn Sie unsicher sind, was Ihr Fall braucht, sagen wir Ihnen auch, wenn eine Punktlösung für Sie reicht.

Was dabei verloren geht, ist nicht das Was

Das Was steht im System: Wartungsintervall 800 Stunden, Kunde X hat drei Prozent Rabatt, Lieferant Y ist nicht freigegeben. Das lässt sich exportieren, sichern und übergeben.

Was fehlt, ist das Warum:

„Warum wird die Maschine nach 800 Stunden gewartet und nicht nach 1000?"

„Weil bei 1000 zweimal dasselbe Lager gebrochen ist."

„Steht das irgendwo?"

„Nein. Das weiß der Kollege aus der Instandhaltung."

Das Warum entscheidet, ob eine Entscheidung wiederholbar ist. Ohne es wird jede Ausnahme neu verhandelt, jeder Fehler potenziell wiederholt, jede Übergabe zum Blindflug. Und es steht aus drei Gründen nirgends:

Es ist Zusatzarbeit ohne sofortigen Nutzen. Wer weiß, warum, braucht die Notiz nicht. Der Nutzen entsteht erst, wenn diese Person weg ist — also genau dann, wenn niemand mehr weiß, dass sie gefehlt hätte.

Es fühlt sich an wie ein Abschied. Wissen aufzuschreiben, das nur man selbst hat, heißt implizit: Ich könnte ersetzt werden. Das ist selten ein bewusster Gedanke und fast immer eine wirksame Bremse.

Und das Warum enthält oft einen Fehler — daneben steht, wer ihn gemacht hat. „Wir machen das so, weil 2019 etwas schiefging" ist auch eine Aussage über einen Menschen. In einer Organisation mit gelebter Fehlerkultur wird das aufgeschrieben. In allen anderen bleibt es mündlich.

Deshalb haben dreißig Jahre Wissensmanagement-Software dieses Problem nicht gelöst: Es war nie ein Werkzeugproblem. Ein System, das Aufschreiben zur Aufgabe macht, scheitert an denselben drei Gründen wie jedes Wiki davor.

Unser Ansatz ist deshalb ein anderer: Das System leistet die Vorarbeit, nicht die Verantwortung. Eine Frage wird gestellt, ein Agent recherchiert und hält das Ergebnis fest — heute schreibt er dabei direkt ins Wiki. Der Zwischenschritt, auf den es ankommt, wird gerade gebaut: Der Agent legt einen Vorschlag an, ein Mensch ergänzt, korrigiert und gibt frei. Das Aufschreiben verschwindet damit nicht. Aber es schrumpft von der leeren Seite auf eine Durchsicht, und es geschieht dort, wo ohnehin gearbeitet wird, statt in einem zweiten Vorgang.

Das ist kein technisches Detail, sondern der Kern: Wer freigibt, übernimmt Verantwortung — und genau das macht einen Eintrag brauchbar. Ein Wissensbestand, den niemand verantwortet, ist nur ein weiteres Archiv. Deshalb gehört der Mensch an die Stellen in der Schleife, an denen es zählt. Der Nachweis dafür liegt schon vor: Jede Änderung am Wissensbestand ist versioniert — nachvollziehbar, wer wann was geändert hat.

Warum wir tun, was wir tun

Die Kurzfassung: weil geistiges Eigentum und operative Souveränität weiterhin zählen — und weil Europa es verdient, an der KI-Revolution zu eigenen Bedingungen teilzuhaben.

Integrität und Souveränität waren für uns bereits wesentliche und greifbare Werte, Jahrzehnte bevor diese Begriffe zum Jargon der IT-Branche wurden. Auch deshalb sind wir fasziniert von der Fähigkeit, elektronische „Gehirne" zum Nutzen aller zu bauen. Und die Probleme, die dieser gewaltige Sprung mit sich bringt, beschäftigen uns ebenso.

Über die Jahre haben wir enorme Effizienzgewinne in unseren IT-Landschaften erlebt. Wir haben aber auch gesehen, wie wachsende Abhängigkeiten — Vendor-Lock-in, Data-Lock-in — für Einzelpersonen und Organisationen entstanden sind, sobald eine einst wegweisende IT-Technologie vollständig adaptiert war.

Ein Muster, das sich wiederholt

Der Lebenszyklus sieht oft so aus:

  1. Offen und großzügig. Das Werkzeug verbreitet sich, weil es nichts kostet und fast alles erlaubt.
  2. Reichweite erreicht. Genug Organisationen haben es in ihre Abläufe eingebaut.
  3. Die Bedingungen ziehen an. Eine Klausel hier, ein Kontingent dort, ein Zusatz in der Lizenz. Selten alles auf einmal.
  4. Der Wechsel ist teuer geworden. Und genau deshalb funktioniert Schritt 3.

Beispiele aus den letzten Monaten, ohne Namen — es geht nicht um einzelne Anbieter, sondern um das Muster: Ein weit verbreitetes Oberflächenprojekt stand bis zu einer bestimmten Version unter einer klassischen Open-Source-Lizenz; ab der nächsten gilt eine eigene Lizenz mit Marken-Auflage, ausgenommen sind nur Installationen bis 50 Nutzer. Ein bekanntes Automatisierungswerkzeug, das viele für Open Source halten, erlaubt laut Lizenz eine kommerzielle Nutzung ausschließlich für den eigenen internen Gebrauch. Bei einem offenen Sprachmodell wurde die Lizenz nachträglich von frei auf nicht-kommerziell geändert. Und ein kostenloses Kontingent für Websuche fiel von 1.500 Abfragen pro Tag auf 5.000 pro Monat — ohne dass eine Preiserhöhung angekündigt worden wäre.

Wir bauen für den anderen Fall. Alveraign läuft bei Ihnen, und die Modellschicht ist austauschbar. Nicht, weil wir die besseren Menschen wären — sondern weil ein Produkt, das man nicht verlassen kann, seinen Anbieter irgendwann in Versuchung führt.

Europa kann daraus lernen — und Impulse in alle Märkte senden, statt sie nur zu empfangen. Wir möchten dazu beitragen. Wann immer eine benötigte technologische Schicht effizient um eine unabhängige, in Europa verwurzelte Alternative herum aufgebaut oder durch sie ersetzt werden kann, setzen wir sie auf unsere Roadmap.

Mit der richtigen Strategie und den passenden Werkzeugen können Organisationen die Herausforderungen des Einsatzes von KI-Technologien bewältigen und geistiges Eigentum in den eigenen Händen behalten. Wir entwickeln Alveraign, getrieben von dem tiefen Wunsch, eine europa-zentrische, zugleich dezentrale KI-Plattform zu bauen.

Souveränität ist bei uns kein Bekenntnis, sondern eine Rechnung: Sie tauschen eine variable, fremdbestimmte Kostengröße gegen eine, die Sie selbst bestimmen. Wer heute ein Modell aus der Cloud einsetzt, kennt weder dessen Preis noch dessen Restlaufzeit im nächsten Jahr — beides bestimmt jemand anderes.

Was Alveraign ist

Ein Framework für agentische KI — gebaut um das herum, wie Organisationen tatsächlich arbeiten, nicht um das, was ein generischer Chatbot kann. Was davon heute in welchem Reifegrad läuft, steht im Abschnitt darunter.

Alveraign bietet agentische KI-Workflows — zugänglich über Chat und API und gestützt auf ein mehrstufiges Gedächtnis. Nutzende bauen eigene Szenarien auf der Plattform auf: eins zu eins mit einem Agenten arbeiten, auf vordefinierte Teams zurückgreifen oder für eine bestimmte Aufgabe zur Laufzeit eine eigene Reihenfolge aus vorhandenen Agenten zusammenstellen. Ein Manager-Agent, der Teilaufgaben verteilt und die Ergebnisse zusammenführt, ist nachgewiesen und wird gerade in den Hauptstand übernommen. Jeder Schritt ist dabei live mitverfolgbar.

Wissensquellen — Handbücher, Verfahrensanweisungen, laufende Korrespondenz — lassen sich einbinden: abgelegt in einem überwachten Ordner, werden sie zerlegt und inhaltlich durchsuchbar gemacht. Der Bestand soll mit der praktischen Nutzung wachsen — angelegt vom System, geprüft und verantwortet von Menschen (siehe oben); die Freigabeschleife dafür entsteht gerade. Relevante Informationsträger — wichtige Partnerorganisationen, Wettbewerber, Kundentypen — werden als befragbare Modelle abgebildet, in die ein Agent auf Abruf schlüpft.

Produktverantwortliche und Administration kalibrieren das System über einen zentralen Systemprompt sowie über Rollen, Ziele, Hintergründe und Werkzeuge je Agent — deklarativ in Konfigurationsdateien, mit Übernahme im laufenden Betrieb. Große Sprachmodelle lassen sich „out of the box" nutzen oder je Agent als Standard- und Ausweichmodell festlegen.

Sie allein entscheiden, wohin eine Anfrage geht. Ob alle Anfragen von lokal laufenden Modellen verarbeitet werden — oder ob in bestimmten Anwendungsfällen die Frontier-Modelle jener Cloud-Anbieter zum Zug kommen, die für Ihr Geschäftsumfeld vertretbar sind. Diese Grenze ziehen Sie, nicht wir, und Sie können sie je Agent unterschiedlich ziehen.

📡 API-Zugang

Ein FastAPI-Backend stellt Agenten und Squads als aufrufbare Endpunkte bereit. Bestehende Geschäftssysteme — Intranet-Werkzeuge, Ticketsysteme, Pipelines — können Alveraign-Agenten aufrufen, ohne dass eine Chat-Oberfläche dazwischensteht.

📂 Überwachte Ordner

Gescannte Dokumente, Exporte aus Altsystemen oder Dateien, die andere Prozesse ablegen, werden automatisch aufgenommen, klassifiziert und weitergeleitet — in den Vektorspeicher für dauerhaftes Wissen oder ins Arbeitsgedächtnis für den Sitzungskontext. Das ist heute der verlässlichste Weg, eigene Unterlagen ins System zu bringen.

🔁 Eigener Orchestrator

Der Orchestrator ist eigener Code — keine Hülle um LangChain, CrewAI oder ein anderes Fremd-Framework. Agenten arbeiten in einer expliziten Schleife aus Denken, Handeln, Beobachten und Weitermachen. Scheitert ein Werkzeug, fließt der Fehler in den nächsten Schritt zurück, statt still zu wiederholen oder abzustürzen.

👁️ Echtzeit-Nachvollziehbarkeit

Ein interner Ereignisstrom überträgt jeden Schritt eines Agenten — Denken, Werkzeugaufrufe, Ergebnisse, Fehler — in Echtzeit. Man sieht, was passiert, während es passiert, nicht nur das Endergebnis. Jeder Lauf wird zusätzlich protokolliert.

Selbst gedacht. Selbst gebaut.
Damit Ihr Wissen dort bleibt, wo es hingehört.

Wir glauben, die ehrliche Version ist nützlicher als die polierte. Hier ist, wo Alveraign heute steht.

Alveraign ist vollständig in Eigenleistung entstanden — aus einer Idee, mit klaren Konstruktionsprinzipien und der Sorgfalt dessen, der jede Zeile selbst verantwortet. Kein Baukasten, keine geliehene Architektur. Was wir Ihnen anbieten, setzen wir zuerst im eigenen Haus ein.

Der Prototyp. Heute läuft Alveraign auf einem System in Norddeutschland. Zwei Anwendungen sind live — eine Chat-Oberfläche und ein Administrations-Dashboard —, beide erreichbar über einen europäischen Identity-Provider und geschützt durch produktionsreife Authentifizierung. Anmeldung und Sicherheitsgrenzen sind von außen Ende zu Ende verifiziert — die Absicherung innerhalb des lokalen Netzes steht auf unserer Liste und vor dem Produktivbetrieb. Agenten lösen Aufgaben mit Werkzeugen, arbeiten im Team zusammen und delegieren untereinander. Dokumente werden über einen überwachten Ordner eingelesen und inhaltlich durchsuchbar gemacht. Rollen tragen eigenes Fachwissen.

Und was heute nicht läuft, sagen wir genauso. Die Freigabeschleife für Wissenseinträge wird gerade gebaut — bis dahin schreibt ein Agent direkt. Terminierte Aufgaben laufen ins Leere und sind in Reparatur. Dateien, die im Chat angehängt statt in den überwachten Ordner gelegt werden, landen ungefiltert im Kontext, statt durchsucht zu werden. Für jede dieser Stellen gibt es einen Eintrag mit Ursache und Termin — das ist die Liste, die wir Ihnen zeigen.

Was das ist und was nicht. Ein Prototyp mit dem grundlegenden Funktionsumfang, kein fertiges Produkt im Sinne eines Enterprise-Katalogs. Wir kennen zu jeder Funktion den Reifegrad — was läuft, was eingeschränkt läuft, was noch nicht. Wer konkret wird, bekommt die Liste. Wenn Ihnen diese Klarheit mehr bedeutet als knappe Reifegrad-Aussagen, dann führen wir wahrscheinlich das richtige Gespräch.

Im Herbst 2026 beginnt die Produktionalisierung des Prototyps — als nächste Entwicklungsstufe: Härtung für den Produktivbetrieb, rollenbasierte Rechte, Zertifizierung, erste Pilotpartnerschaften. Bis dahin führen wir Gespräche — und suchen die Anwendungsfälle, an denen sich am meisten lernen lässt.

Heute live

Laufende Plattform

Chat mit lokal laufendem Modell, Agenten mit Werkzeugen, Teams in Reihenfolge, Rollen mit eigenem Wissen, überwachter Ordner für eigene Dokumente, versioniertes Wiki, Sprachein- und -ausgabe, Live-Ansicht und Telemetrie, Administrations-Dashboard, produktionsreife Anmeldung über einen europäischen Identity-Provider — selbst gehostet im eigenen Haus.

Ab Herbst 2026

Rechte, Härtung, erste Partner

Die Freigabeschleife, die aus Vorschlägen verantwortete Einträge macht. Die Konsolidierung der Wege, auf denen Dokumente ins System kommen. Feingranulare rollenbasierte Rechtevergabe statt der vorläufigen Autorisierung. Erste Gespräche über Pre-Pilots mit Organisationen, denen Souveränität und Substanz wichtig sind. Und darüber hinaus: testen, testen, testen.

Später, bei Bedarf

Cloud, Mandanten, Installer

Zurückgestellt, bis eine konkrete Kundenzusage sie notwendig macht. Wir formen sie lieber anhand echter Bedarfe als auf Verdacht.

Technische Details — für alle, die sie möchten

Worauf Alveraign heute aufgebaut ist: FastAPI als Backend-Framework, Streamlit für die aktuellen Oberflächen und llama.cpp (optional Ollama, OpenRouter) mit lokal gehosteten Modellen — derzeit Mistral Small 4 (🇫🇷), ein Mixture-of-Experts-Modell mit 119 Mrd. Parametern, davon 6 Mrd. aktiv je Token, 256k Kontextfenster (bei uns derzeit mit 131k betrieben), unter Apache 2.0. ZITADEL (🇨🇭) als selbst gehosteter Identity-Provider, oauth2-proxy mit OIDC für anwendungsspezifische Sitzungstrennung, Cloudflare Tunnel für den Edge-Zugang (wird gegen EU-native Alternativen geprüft), PostgreSQL zur Persistenz, Redis für Cache und Sitzungszustand (geplanter Wechsel auf Valkey), Chroma als Vektorspeicher (die Nachfolge ist offen; evaluiert werden Weaviate, 🇳🇱, und Qdrant, 🇩🇪).

Beide geplanten Wechsel sind übrigens selbst ein Beispiel für den Abschnitt weiter oben: Valkey steht unter BSD-3-Clause und wird von der Linux Foundation getragen — es entstand als Abspaltung genau in dem Moment, als das Ursprungsprojekt seine Lizenz einschränkte. Qdrant steht unter Apache 2.0, Weaviate unter BSD-3-Clause. Lizenzen ohne Kleingedrucktes.

Zwei Anwendungen sind live: app.alveraign.ai (Chat) und admin.alveraign.ai (Administration). Die Sitzungstrennung ist je Anwendung durchgesetzt. Die aktuelle Autorisierung erfolgt über eine E-Mail-Allowlist — eine vorläufige Sicherheitsgrenze, die durch ZITADEL-basierte rollenbasierte Rechte ersetzt wird.

Warum dieses Modell: Die zweite Zahl ist die, auf die es bei der Hardwareplanung ankommt. Das Modell trägt das Wissen von 119 Mrd. Parametern, rechnet zur Laufzeit aber in der Größenordnung eines 6-Mrd.-Modells — das ist der Unterschied zwischen „läuft im Rechenzentrum" und „läuft bei Ihnen". Dazu vereint es seit März 2026 drei zuvor getrennte Modelle in einem: Reasoning, Multimodalität und agentisches Programmieren. Für uns heißt das: eine Installation statt drei, keine Routing-Schicht dazwischen, weniger Teile, die brechen können. Und die Lizenz ist Apache 2.0 — ohne Nutzerschwellen, ohne Gebietsbeschränkungen.

Eine Architekturentscheidung, die uns wichtig ist: Die Modellschicht ist austauschbar. Wir wetten nicht auf ein Modell, sondern auf die Ersetzbarkeit von Modellen — lokal betriebene offene Gewichte für den Alltag, europäische Anbieter für die schweren Fälle. Die Entscheidung darüber liegt bei Ihnen, nicht bei uns.

Unternehmensnachfolge

Übertragbar machen, was im Kopf steht

Bei einer Unternehmensübergabe wird sichtbar, was undokumentiertes Wissen tatsächlich kostet — weil es dort einen Preis bekommt. Deshalb ist eine saubere Nachfolgeregelung nicht nur eine Frage der Personen, sondern auch eine des Wissens.

Die Bundessteuerberaterkammer stellt in ihren Hinweisen zur Bewertung kleiner und mittlerer Unternehmen fest, dass immaterielle Faktoren, die eng an die Person der Eigentümerin oder des Eigentümers gebunden sind, sich ohne deren weiteres Mitwirken „im Zeitablauf verbrauchen". Als Beispiel nennt sie ausdrücklich die Inhaberin oder den Inhaber als Träger spezialisierten Wissens. Die Folge, wörtlich:

„Die bisherige Ertragskraft ist somit allenfalls temporär auf einen neuen Eigentümer übertragbar."

Bundessteuerberaterkammer, Hinweise zu den Besonderheiten bei der Bewertung von KMU, Beschluss vom 13.03.2014

Im Klartext: Was nur in einem Kopf steht, zählt nicht zur übertragbaren Ertragskraft. Damit ist Wissenssicherung keine Personalmaßnahme, sondern eine Bewertungsmaßnahme — und sie betrifft nicht nur die Übergebenden, sondern alle, die eine Übergabe begleiten oder finanzieren.

Dass das kein Randthema ist, zeigt der Nachfolge-Report des DIHK auf Basis von über 50.000 IHK-Beratungskontakten: 70 Prozent der Senior-Unternehmerinnen und -Unternehmer haben keinen Notfallkoffer, und drei Viertel sprechen erst zwei Jahre oder weniger vor der Übergabe mit jemandem darüber.

Für Übergebende

Was dokumentiert und abrufbar ist, muss im Verkaufsgespräch nicht erklärt und im Preis nicht abgezogen werden.

Für Nachfolgeberatung, Kammern und Kanzleien

Inhaberabhängigkeit ist eines der häufigsten Abschlusshindernisse bei der Unternehmensnachfolge. Wenn Sie Nachfolgeregelungen begleiten — genau da liegt unser Fall. Reden wir.

Ein Hinweis zur Redlichkeit: Die Kammer begründet den Mechanismus, sie beziffert keinen prozentualen Abschlag. Eine belastbare Studie, die Bewertungsabschläge bei Inhaberabhängigkeit empirisch quantifiziert, ist uns nicht bekannt. Wenn Sie eine kennen — wir würden sie gern lesen.

Und die Regulierung?

Die Nachweise kommen. Die Architektur steht, die Abläufe folgen jetzt.

Seit dem 2. August 2026 gilt die Transparenzpflicht des AI Act: Wer mit einem KI-System spricht, muss das erkennen können. Die Pflichten für Hochrisiko-Anwendungen wurden im Juli 2026 verschoben und greifen nun ab dem 2. Dezember 2027 beziehungsweise dem 2. August 2028. Verschoben ist nicht gestrichen — und die beiden Anforderungen, um die es technisch geht, Protokollierung und menschliche Aufsicht, wurden inhaltlich nicht verändert. In Deutschland ist seit dem 29. Juli 2026 die Bundesnetzagentur zuständig.

Alveraign ist darauf ausgelegt: Jeder Arbeitsschritt eines Agenten ist mitverfolgbar und wird protokolliert, Wissen ist versioniert. Was die menschliche Aufsicht angeht, sind wir mitten im Bau — die Freigabeschleife ist der Schritt, der aus einem Vorschlag eine verantwortete Entscheidung macht. Das ersetzt keine Rechtsberatung — aber es erspart die Frage, ob die eigene Infrastruktur die Nachweise überhaupt liefern kann, wenn sie 2027 verlangt werden.

Ein Punkt, der selten genannt wird: Wenn Ihr Anbieter ein Modell abkündigt, ändert sich Ihr System unter Ihrer Dokumentation. Die Vorwarnzeiten der großen Anbieter reichen von sechs Monaten über 60 Tage bis zu gar keiner Zusage — und selbst die längste ist kürzer als mancher Validierungszyklus. Wer selbst betreibt, entscheidet selbst, wann ein Modell wechselt. Und kann es stehen lassen.

Wer hinter Alveraign steht

Echte Menschen, an einer echten Adresse — und einer, der jede Zeile verantwortet.

Alveraign entsteht in Norddeutschland. Architektur und Code kommen bisher aus meiner Hand — das ist der Grund für die Geschlossenheit und zugleich der erste Punkt, den das Vorhaben ab Herbst 2026 ändert. Gestaltung, Test und fachliche Gegenrede kommen von Menschen, die seit Jahren mitdenken.

Nach Jahrzehnten in der IT beobachte ich wieder und wieder ein gleichbleibendes Muster: erst offene und wegweisende Technologie, dann schleichende Abhängigkeit von wenigen, marktdurchdringenden Anbietern. Alveraign ist unser Ansatz, dem konstruktiv und kreativ zu begegnen.

Ich setze auf solide handwerkliche Arbeit und auf Gespräche, in denen auch das Unfertige vorkommt. Zu jeder Funktion weiß ich, wie weit sie ist — wenn Sie wissen wollen, was Alveraign heute kann und was nicht, ist der schnellste Weg, mich direkt anzusprechen.

Ullrich Biedermann, Geschäftsführer

Fachliche Schwerpunkte: Agentic AI Engineering, technische IT-Beratung, Projektmanagement.

Mitgliedschaften: VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland), Consulting Union, Project Management Institute (PMI).

Digitale Visitenkarte: alveraign.eu/ulli

Wenn das für Sie spannend klingt — lassen Sie uns reden.

Keine Demo-Anfrage. Kein Pitch. Einfach ein Gespräch darüber, was Sie vorhaben und ob Alveraign — heute oder in ein paar Monaten — passt.

Was wir suchen: Organisationen mit einem konkreten Anwendungsfall — als Gespräch jetzt, als Absichtserklärung in diesem Jahr, als Pre-Pilot ab 2027.

Für die erste Runde nehmen wir zwei bis drei Anwendungsfälle an. Mehr können wir nicht ernsthaft begleiten — und weniger wären zu wenig, um daraus zu lernen. Wenn Ihrer dazugehören soll: Schreiben Sie uns, woran es bei Ihnen hakt.

Kontakt aufnehmen
Direkt

hello@alveraign.eu

Telefon: +49 170 38 04 605

Wir speichern nur, was Sie uns schreiben, und nutzen es ausschließlich, um mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Keine Weitergabe, kein Newsletter, kein Tracking.

Persönlich treffen

7. KI-Landeskonferenz, 28. September 2026

Holstenhallen Congress Center, Neumünster. Motto: „KI endlich in die Praxis bringen!" Sie finden uns in der Ausstellung — mit einem Stehtisch, einer Demo und der Frage, wo bei Ihnen Wissen verloren geht.

Programm und Anmeldung beim Veranstalter